F*FS GLÖCKLERINNEN

EBENSEER GLÖCKLERINNEN
Im Rahmen der Ausschreibung kupf-Innovationstopf 2009 wurde das Projekt des Frauenforums Salzkammergut zur Gründung einer ersten Frauen-Glöcklerpasse in Ebensee ausgezeichnet und mit einem Preisgeld in der Höhe von € 10.811 prämiert.

Thema der Ausschreibung war „Abseits“.

Der Glöcklerlauf in Ebensee war für uns ein Paradebeispiel dafür, wo und wie Frauen im Abseits stehen, denn als einer der wichtigsten Bräuche in Ebensee, haben Frauen dort schon immer mitgewirkt (hinter den Kulissen, aber auch als Läuferinnen), ihre Mitarbeit wurde allerdings im Rahmen des Mythos eines „reinen Männerbrauches“ unsichtbar gemacht.
Das Preisgeld stellt die Landeskulturdirektion OÖ zur Verfügung, die organisatorische Abwicklung liegt bei der Kulturplattform OÖ (kupf).
48 Projekte wurden bis zum Stichtag, dem 9. Februar 2009, eingereicht.
11 Projekte wurden am 27. März im Rahmen einer öffentlichen Jurysitzung in Linz prämiert.
Die Jury des Wettbewerbs zeigte sich von der Glöcklerpasse des Frauenforums Salzkammergut begeistert:
„Super Projekt,  total passend zur Intention des Innovationstopfes; Brauchtum wird ernst genommen und trotzdem verändert.“

Mit der Gründung der Frauen-Passe haben wir die Frauen aus dem Abseits geholt und sichtbar werden lassen!
Seit 5. Jänner 2010 sind die Ebenseer Glöcklerinnen beim traditionellen Glöcklerlauf als eigene Passe mit dabei.

DIE KAPPEN
Die Kappen wurden von den beiden Künstlerinnen Helene Benedikt und Eva-Maria Ranzenbacher entworfen.
Die Kappenentwürfe von Benedikt illustrieren Ebenseer Frauengeschichte, die Entwürfe von Ranzenbacher zeigen mythologisch-sagenhafte Frauengestalten aus der Region.
Mehr als 35 Frauen haben in etwa 2000 Stunden die Kappen gefertigt. Die Holzgestelle der neun Kappen wurden vom „Glöckler-Urgestein“ Franz Neuhuber (Jg. 1928) gebaut.
Die großen Kappen (L 2,5m / H 1,40 m) wiegen ca. 9,5 kg.
Die kleinen Kappen (L 2 m / H 1,10 m) wiegen ca. 7,7 kg.
Alle unsere Kappen sind in Scherenschnitttechnik ausgefertigt. Einzig die “Ebenseer-Kreuzstich-Kappe” ist mit roter und blauer Tinte auf weißem Grund gemalt. Mit neun Kappen sind wir in unseren Premierenlauf gestartet, doch die Anzahl wächst jährlich.

Für mehr über die MOTIVE UND WISSENSWERTES ZU UNSEREN GLÖCKLERKAPPEN hier klicken

FRAUEN*WEGE

Ergehbare Lebenswelten aus Vergangenheit und Gegenwart
Starke Frauen haben Ebensee geprägt – und sie tun es bis heute. Ihre Lebensrealitäten sind vielschichtig, geprägt von Arbeit, Sorge, Engagement und dem ständigen Aushandeln von Möglichkeiten. Und doch bleiben viele dieser Geschichten im Hintergrund. FrauenWege lädt dazu ein, diese Perspektiven neu zu entdecken. Der Spaziergang durch das Ortszentrum öffnet den Blick für Lebenswelten von Ebenseerinnen – in ihrer Vielfalt, ihren Brüchen und ihrer Eigenständigkeit. Es geht nicht nur um einzelne Biografien, sondern um Zusammenhänge, um das, was sichtbar ist, und das, was lange übersehen wurde.
Geführt wird der Rundgang von Katharina Steinkogler, Austria Guide und Kulturvermittlerin. Ausgehend von historischen Spuren stellt sie Verbindungen zur Gegenwart her und macht erfahrbar, wie sehr vergangene Lebensbedingungen bis heute nachwirken. Ihre Vermittlung schafft Raum für Fragen – und für ein genaueres Hinsehen.
Das Sichtbarmachen von Frauen und ihren Beiträgen ist ein zentrales Anliegen des Frauen*forums Salzkammergut. FrauenWege versteht sich als Teil dieser Arbeit: als Einladung, gewohnte Bilder von Geschichte zu erweitern und neue Perspektiven einzunehmen. Dabei rückt auch das Thema Mobilität in den Fokus. Wer konnte sich im Ort frei bewegen – und unter welchen Bedingungen? Welche Wege waren möglich, welche versperrt? Diese Fragen wirken bis in die Gegenwart und prägen die Lebensrealitäten von Frauen bis heute.
Der Spaziergang eröffnet neue Zugänge zu einem vertrauten Ort – und macht sichtbar, was lange mitgedacht, aber selten erzählt wurde. 
TERMINE (Treffpunkt beim Frauen*Forum, Dauer ca.1,5h)
18.  September ab 17.00 Uhr
09.  Oktober ab 17.00 Uhr
 
Bitte um Anmeldung unter: office@frauenforum-salzkammergut.at
Für bestehende Gruppen können auf Anfrage auch eigene Termine vereinbart werden

DIE NAHVERSORGERIN

RADIO
Das Frauen*forum Salzkammergut macht Frauen nicht nur sichtbar, sondern auch hörbar!
Nach dem „Radio mit Leichtigkeit“ (2007 – 2019) (hier gehts zum Archiv) und der „Villa LilaLaut“ (2020 – 2024) (hier gehts zum Archiv) sind wir wieder auf Sendung im Freien Radio Salzkammergut !

Jeden 1. Montag im Monat um 10 Uhr, die Wiederholung gibt es am darauffolgenden Dienstag um 19 Uh.

Wenn du Lust hast, eine Sendung mitzugestalten, dann melde dich bei uns!

Die Frequenzen des Freien Radio im Salzkammergut:
89,6 MHz: Strobl, St. Wolfgang, St. Gilgen, Fuschl
100,2 MHz: Bad Ischl, Bad Goisern, Ebensee
104,2 MHz: Bad Aussee, Altaussee, Grundlsee
105,9 MHz: Hallstatt, Obertraun
106,0 MHz: Ebensee, Rindbach
107,3 MHz: Großraum Gmunden & Vöcklabruck
107,5 MHz: Gosautal, Rußbach, Dachstein

Du kannst das Programm des FRS nicht über dein Radio empfangen?
KEIN PROBLEM – die Sendungen sind auch über den Live Stream im Internet hörbar!
Und jederzeit und von überall können unsere Sendungen im Cultural Broadcasting Archive, kurz: CBA, heruntergeladen oder gestreamt werden.

HUNGER AUF KUNST & KULTUR

HUNGER AUF KUNST UND KULTUR
wurde 2003 initiiert vom Schauspielhaus Wien und der Armutskonferenz Koordiniert in OÖ von: Landeskulturreferat OÖ und Sozialplattform OÖ( Koordinatorin des OÖ. Armutsnetzwerks)
Seit dem 16. Dezember 2008 zählt das Frauenforum Salzkammergut zu den teilnehmenden Kulturbetrieben, die sich an der Aktion “Hunger auf Kunst und Kultur” beteiligen.

Das Frauenforum Salzkammergut ist offizielle Ausgabestelle des Kulturpasses!

Worum geht es?
Auch Menschen mit finanziellen Engpässen haben ein Recht auf Kunst & Kultur. Die vom Schauspielhaus in Kooperation mit der Armutskonferenz initiierte Aktion „Hunger auf Kunst & Kultur“ versteht sich als Projekt, das die Bedeutsamkeit und Zugänglichkeit von Kunst & Kultur für alle Menschen in den Mittelpunkt stellt.

Wer sind die Begünstigten?
Diese Aktion kommt allen jenen zu Gute, die gerne am kulturellen Leben teilnehmen möchten, es sich aber nicht leisten können: Menschen, die Sozialhilfe oder Mindestpension beziehen, Arbeitslose, Flüchtlinge …

Wo ist der Kulturpass gültig?
Das Netzwerk der kulturellen Partner der Aktion Hunger auf Kunst und Kultur wächst kontinuierlich.

Übersicht zu teilnehmenden Kulturbetriebe in Oberösterreich unter: www.kunsthunger-ooe.at

Übersicht zu teilnehmenden Kulturbetriebe in Österreich unter: www.hungeraufkunstundkultur.at

Wie funktioniert die Aktion?
Jede Kultureinrichtung, die Partner der Aktion ist, ermöglicht KulturpassbesitzerInnen einen unentgeltlichen Eintritt. 

In jenen Kultureinrichtungen, die über begrenzte Sitzplätze verfügen, sind in der Regel Kontingente für KulturpassbesitzerInnen vorgesehen (Im Frauenforum 2% der verfügbaren Sitzplätze).

Der/die KulturpassbesitzerIn kann bzw. muss reservieren.

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